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Nächste Zierfischbörse

Sonntag, 14. Okt. 2018
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: 16:30 Uhr
Veranstaltungsort: Altes Landhaus Meerdorf
Wir sind Mitglied im VDA

Schnecken (Wirbellose)

Schnecken zu Land und unter Wasser zählen seit Jahrmillionnen auf der Erde zu den ältesten lebenden Tierarten. Sie sind die "Gesundheitspolizei", die in keinem Becken fehlen sollte, da sie als optimale Futterresteverwerter und Aasfresser gelten und das biologische System im Aquarium positiv beeinflußen. Einige Arten, beispielsweise Turmdeckelschnecken (TDS), sind hervorragende Bodenpfleger. Auf der stetigen Suche nach Futter- und Pflanzenresten durchgraben sie den Kies und tragen somit zur natürlichen Entlüftung des Bodengrundes bei. Damit vermindern sie das sich Faulstoffe durch Zersetzung von Futter- und abgestorbenen Pflanzenresten im Boden bildenden, helfen dabei sie abzutragen und sorgen somit für ein ausgewogenes Beckenklima. Auf Grund dieser Eigenschaft werden sie gerne von Haltern scherzhaft mit "Regenwürmern" im heimischen Gartenboden verglichen. Zu halten sind Schnecken am besten in normalen bis sehr kalkreichen Leitungswasser, da sie Kalk (Kalzium) zur Bildung und Wachstum der Gehäuse benötigen. Die empfohlene Beckengröße für Schnecken ist ab 10 Litern. Sie leben gerne auch in Gesellschaft mit anderen Schnecken, Friedfischen, Garnelen, Krebsen oder Welsen in größeren Becken.

Schnecken sind in der Regel sehr genügsame, friedvolle Aquarienbewohner. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzen-, und Futteresten (Mulm), Aas, anderen Schneckengelegen (Laich) sowie Algen. In Maßen verabreicht verspeisen sie auch handelsübliches Trockenfutter, Gemüsesticks, Welstabletten und Rohkost. Mit der Zu-, und Überfütterung sollte man als Halter allerdings ein Auge haben, damit es zu keiner explosionsartigen Vermehrung (sog. Schneckenplage) kommt und dadurch das biologische System im Becken Gefahr läuft aus dem Gleichgewicht zu geraten. Am Verhalten der Schnecken erkennt man oftmals auch unmittelbar die ersten Anzeichen wenn in einem Becken etwas nicht stimmt.

Neben dem natürlichen Umfeld, sollte auch bei Schnecken für eine optimale Wasserfilterung und Sauerstoffbelüftung gesorgt werden. Zu beachten sollte auch sein, das Schnecken wie jede Tierart,  mitunter auch natürliche Fressfeinde haben. Beispielsweise die Raubturmdeckelschnecke (Anentome helena), einige Barben (Sumatrabarben), Schmerlen, Barsche sowie Kugelfische und können daher nicht mit allen Aquarienbewohnern gefahrlos vergesellschaftet werden. Daher ist es wichtig sich vor der Anschaffung ausreichend über sie zu informieren.

Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf alle Details der Schneckenhaltung/Zucht eingehen, da auch dieses Thema sehr umfangreich ist. Wenn Sie sich für die Haltung oder Zucht von Schnecken interessieren, dann besuchen Sie uns bitte auf einer unserer nächsten Börsen oder werden sie ein Teil unseres Vereins. Hier können Sie sich mit erfahrenen Mitgliedern austauschen die ihnen bei allen Belangen in diesem Bereich helfend zur Seite stehen. (S.K.)

Nadelkronenschnecke (Melanoides tuberculata)

Die subtropische Melanoides tuberculata, auch als indisch sowie malaiische TDS bekannt, gilt als eine recht unkompliziert zu haltende, recht robustes und friedliches "Süß/Leitungswasser" Tier. Diese Schnecke ist in vielen Becken anzutreffen, da sie zu den nützlich gehörenden  Schnecken zählt und wegen ihrer Bodenpflege von vielen Aquarianern geschätzt wird. Sie wird geschützt durch ihr länglich sehr hartes und am Ende spitz zulaufendes Schneckengehäuse. Ihre Farbgebung ist helleres olivegrün, grau, braun bis schwarz. Auch zweifarbige Mischungen sind keine Seltenheit. Als Bodengrund eignet sich feiner bis hin zu mittelgrobkörnigem Sand/Kies.

Herkunft: Afrika, Asien, Pazifischer Raum
Wasserwerte: PH 6,5-8 / GH 5-20 °dGH
Temperatur: 18 - 30 °C
Endgröße: bis 3 cm
Aquarium: ab 10 l
Futter: Frost-, Granulat- & Flockenfutter, Sticks, Rohkost
Haltung/Zucht: einfach
Nadelkronenschnecke,
Nadelkronenschnecke, mailaiisch/indische Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata)

Genoppte TDS (Melanoides granifera, Thiara winteri)

Die subtropische Melanoides granifera (wissenschaftl. Tarebia granifera) oder "Thiara winteri" auch oftmals liebevoll als "Nöppi" bezeichnet ist eine recht unkompliziert zu haltende robuste "Süß/Leitungswasser" TDS. Sie ist unter Aquarianern ebenso weit verbreitet, beliebt und gilt als nützliche Wasserschneckenart zur Bodenpflege. Sie wird geschützt durch ihr schraubenförmig, genopptes oder leicht gestacheltes sehr hartes und am Ende etwas kürzer zulaufendes Gehäuse. Ihre Farbe ist meist hell bis dunkelbraun mit feinen schwarzen Punkten. Als Bodengrund eignet sich feiner bis hin zu mittelgrobkörnigem Sand/Kies.

Herkunft: Indonesien, indopazifischer Raum
Wasserwerte: PH 6,5-8 / GH 5-20 °dGH
Temperatur: 18 - 30 °C
Endgröße: bis 2,5 cm
Aquarium: ab 10 l
Futter: Frost-, Granulat- & Flockenfutter, Sticks, Rohkost
Haltung/Zucht: einfach
Genoppte Turmdeckelschnecke (Melanoides granifera)
Genoppte Turmdeckelschnecke (Melanoides granifera)

Orangene Felsenschnecke (Tylomelania sp. "Orange")

Die Felsenschnecke ist eine auch eine relativ unkompliziert zu haltende robuste "Süß/Leitungswasser" friedliche Schnecke. Sie ist sehr schön anzusehen durch ihr hell bis fast dunkelbraun schwarzen Gehäuse im Kontrast zu ihrem gelb bis intensiv orange strahlenden Körper, sowie auch eine sehr interessante lebendgebährende Wasserschneckenart. Sie wird geschützt durch ihr längliches hartes schraubenförmig nach hinten spitz zulaufendes Gehäuse. Als Bodengrund eignet sich ebenso feiner, nicht zu grobkörnig und scharfkantiger Sand/Kies.

Herkunft: Sulawesi/Indonesien
Wasserwerte: PH 7-8,5 / GH 5-15 °dGH
Temperatur: 22 - 30 °C
Endgröße: ca. 6 cm
Aquarium: ab 60 l
Futter: Frost-, Granulat- & Flockenfutter, Sticks, Rohkost
Haltung/Zucht: einfach, mittelschwer
Orangene Felsenschnecke (Tylomelania sp. Orange)
Orangene Felsenschnecke (Tylomelania sp. Orange)

Posthornschnecke (Planorbarius corneus)

Auch die Posthornschnecke ist eine unkompliziert zu haltende, friedlich und robuste "Süß/Leitungswasser" Schnecke. Es gibt sie in verschiedenen Farben. Sie zählt als Allesfresser zur sog. "Gesundheitspolizei", kann sich als Zwitter selbst befruchten und heftet ihre Eiergelege u.a an Gegenstände meist jedoch an Pflanzen an. Oftmals werden diese Gelege übersehen und gelangen so meist unabsichtlich in andere Becken. Auch einer der Gründe warum sich die PHS weltweit so rasant verbreitet hat. Ihren Namen verdankt die Schecke ihrem Posthornförmigen Gehäuse. Die Farbe der Planorbarius corneus ist golden bis dunkelbraun bei Jungtieren meist mit kleinen schwarzen Punkten. Als Bodengrund eignet sich feiner bis hin zu mittelgrobkörnigem Sand/Kies.

Herkunft: Europa, weltweit
Wasserwerte: PH 6-8 / GH 5-20 °dGH
Temperatur: 15 - 28 °C
Endgröße: ca. 3 cm
Aquarium: ab 10 l
Futter: Frost-, Granulat- & Flockenfutter, Sticks, Rohkost
Haltung/Zucht: einfach
Posthornschnecke (Planorbarius corneus) Jungtier
Posthornschnecke (Planorbarius corneus) Jungtier